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Venture Capital 

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Die Finanzierung von Start-ups durch Venture Capital

Das „Kapital“ von Start-ups sind typischerweise Ideen. Doch dauert es in der Regel eine gewisse Zeit, bis sich diese Ideen in barer Münze auszahlen. Es stellt sich daher die Frage, wie sich Start-ups überhaupt finanzieren. Als wichtigste Kapitalquellen bei der Finanzierung von Start-ups erwiesen sich im Jahr 2015 die eigenen Ersparnisse der Gründer (79,9 %). Immerhin 20 % der Start-ups griffen auf privates Risikokapital (Venture Capital) von Private-Equity-Gesellschaften zurück (Quelle: DSM 2015).

Venture Capital als Eigenkapital

Im Regelfall investieren Venture-Capital-Gesellschaften, indem sie sich an Unternehmen bzw. Start-ups beteiligen. Für Start-ups besteht der Vorteil derartiger Beteiligungen darin, dass es sich bei dem Beteiligungskapital um Eigenkapital handelt. Im Gegenzug lassen sich die Venture-Capital-Gesellschaften allerdings häufig Mitspracherechte einräumen, die über die üblichen Rechte im Rahmen einer Beteiligung hinausgehen. Dabei verfügen die Investoren in den meisten Fällen über klare Exit-Strategien.

Herkunft des Venture Capital

Interessanterweise stammten im Jahr 2015 im Durchschnitt 77,1 % des investierten Venture Capitals von deutschen Investoren. Nur 14,6 % des Kapitals wurden von Venture-Capital­ Gesellschaften aus einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union bereitgestellt (Quelle: DSM 2015). Deutsche Start-ups schöpfen also bei weitem nicht alle Möglichkeiten im Hinblick auf Venture Capital innerhalb der Europäischen Union aus. Start-ups, vor allem aus der Metropolregion Rhein-Ruhr, sind daher gut beraten, bei ihrer Suche nach Venture-Capital-Gebern verstärkt auch nach ausländischen und insbesondere nach niederländischen Private-Equity-Gesellschaften Ausschau zu halten. In den Niederlanden gibt es eine Vielzahl von finanzstarken Private-Equity-Gesellschaften, die auch in deutsche Start-ups investieren.

Rechtliche Fragen

Die Beteiligung einer Venture-Capital-Gesellschaft an einem Unternehmen bzw. Start-up ist ein komplexer Vorgang. Im Vorfeld der Beteiligung geht es zumeist um die Bewertung von Chancen und Risiken des Start-ups. Bei der anschließenden Gestaltung des Beteiligungsvertrages sind komplexe rechtliche Aspekte zu regeln, wie z.B. die Form der Beteiligung und eventuelle Sicherheiten, Nachschusspflichten und Stimmrechte. Auch die Befugnisse der Geschäftsführung und das Verhältnis des Investors zu etwaigen Mitgesellschaftern und der Exit des Investors sind regelungsbedürftig. Bei der Beteiligung ausländischer Venture-Capital-Gesellschaften sollte selbstverständlich auch festgelegt werden, welches Recht überhaupt anwendbar ist.

Brauchen Sie Unterstützung bei Verhandlungen mit Venture-Capital-Gesellschaften und/oder bei der Gestaltung eines Beteiligungsvertrages? Rufen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne.

Relevante Rechtsgebiete zu diesem Thema

Übrige Themen